Teamchef Olaf Schaberg jubelt mit seiner Mannschaft «reifen.com» nach dem Erfolg bei den 24 Stunden von Leipzig und bekam den Wanderpokal von „Mauritz Pokale“


Die Siegerehrung vor vollem Haus war umjubelt


Kevin Fank holte für «Seyffarth Motorsport» die zwei schnellsten Quali-Runden und die schnellste Rundezeit


Sebastian Grunert unterwegs für Yokohama Mobikart kam auf Platz zwei


reifen.com gewinnt das 24h Rennen
Premiere des 24 Stunden Rennens in Leipzig am 04./05. Februar 2006 

Zum Schluss war es ein sehr souveräner Sieg, den die Truppe um die Teamchefs Olaf Schaberg und Achim Seliger erreicht hat. Nachdem es am Anfang kleinere technische Schwierigkeiten gab, wurde die Mannschaft immer schneller. Den Rundenrekord verpasste die reifen.com denkbar knapp mit 42,210 Sekunden, da Kevin Fank (Seyffarth Motorsport) eine 42,159 erreichte. Doch auch so war man bei der Mannschaft aus dem Reifencenter direkt im Gewerbegebiet Leipzig/West, wo auch die Indoor-Bahn zu Hause ist, sehr zufrieden. Teamchef Olaf Schaberg: "Das war einfach grandios. Gratulation an die Fahrer, von denen keiner älter als 16 Jahre ist." Und sein Stellvertreter Achim Seliger ergänzt: "Die geschlossen starke Mannschaftsleistung brachte den Sieg. Die Fahrer sind ausnahmslos in der Deutschen Kart Meisterschaft der Junioren oder Senioren unterwegs und haben eine tolle Leistung gezeigt. Gerade im Morgengrauen, wo die anderen Teams leichte Probleme hatten, konnten wir mit guten Zeiten glänzen. Das war das Fundament des Sieges!“ Auf Platz zwei kam Yokohama Mobikart Racing vor ASL. Seyffarth Motorsport 2 verpasste knapp den Sprung auf das Siegerpodest.

Yokohama Mobikart Racing fuhr sich Stunde um Stunde vor. Zunächst haderte man noch mit den ein oder anderen Dingen und auch im Team selber war man sich der eigenen Rolle nicht ganz bewusst. Doch mehr und mehr spülte man sich selber nach vorne und der zweite Platz war somit zum Schluss auch vollkommen verdient.

ASL lag lange auf Platz 1, doch zum Schluss musste man noch um den Podestplatz kämpfen. Seyffarth Motorsport hatte ca. 60 Minuten vor Schluss noch Probleme mit dem Zahnriemen und musste wiederum auf das Ersatzkart ausweichen. Trotzdem gab man nicht auf und Kevin Fank drehte eine schnelle Runde nach der anderen. Zum Schluss hatte er es dann mit der schnellsten Rennrunde geschafft: 42,159 Sekunden brauchte er für die 630 Meter!

Doch auch ASL hatte auf dem letzten Turn einen starken Fahrer im Kart: Jörg Hardt. Und auch er drehte sehr schnelle Runden, sonst hätte er Kevin Fank nicht auf Distanz halten können. Zum Schluss waren es 8,2 Sekunden, die ASL vorne lag! Und das auf eine Distanz von 1944 Runden und 24 Stunden und 14 Sekunden!

Jump Racing kam auf Platz fünf, womit Teamchef Niclas Königbauer zufrieden war: "Ich fand, wir waren das beste Amateurteam und haben uns wacker geschlagen. Wir lagen knapp 16 bis 17 Stunden auf Rang fünf und so war es zum Schluss auch verdient. Die Leistungsdichte im Feld war hervorragend. Das habe ich im Vorfeld so nicht erwartet. Aber es hat großen Spaß gemacht."

Sechster wurden motorsport-xl.de by Black Sheep Racing. Das Team um Chef Kay Panke machte einen tollen Job. Erst am Donnerstag vor dem Rennen wurde das Team gebildet. Nein, mehr noch: zusammen gewürfelt! Und dafür war der Platz toll. Zeitweise lag man sogar lange unter den ersten Drei. „Und kurz sogar mal auf Platz eins“, so Panke.

Platz sieben belegte Seyffarth Motorsport 1. Ohne die technischen Probleme wäre diese Mannschaft ganz ganz weit vorne gelandet. Doch Teamchef Rüdiger Seyffarth war zwar enttäuscht, nahm es aber auch mit Fassung: "So ist es im Motorsport. Das kann immer mal wieder passieren. Nächstes Jahr wollen wir den größten Pokal!"

Kart World Racing wurde achter. Sie hatten in der Nacht 12 Runden verloren, da das Kart kein Benzin mehr hatte. Nach der Loews-Kurve blieb der Fahrer stehen und musste abgeschleppt werden. "Ohne diesen Fehler wären wir vielleicht unter den Top 5 gelandet", so Teamchef Giusa.

Italianspeed Racing war schnell unterwegs und kam dennoch "nur" auf Platz neun. Bis kurz vor Schluss hielt man mit 42,222 die schnellste Rennrunde. Am Anfang hatte man mehrere Probleme. Falscher Luftdruck auf der Hinterachse, Probleme mit dem Auspuff und andere Kleinigkeiten. Teamchef Denis Doimo: "Ein wenig enttäuscht sind wir schon. Platz fünf haben wir vor dem Rennen gehofft. Doch wir waren unerfahren und hatten Pech. Motorsport ist so! Jetzt möchte ich zwei Monate nichts mehr vom Kartsport wissen. Aber ich weiß genau, nächste Woche bin ich wieder hier auf der Bahn..." Lacht und geht!

Heiloo Racing und das BMW 1er Team lieferten sich ein hartes Duell um den letzten Platz in den Top 10. BMW gewann dies schließlich. Doch bei Heiloo war man nicht enttäuscht. Teamchef Hartmut Heilmann: "Die Veranstaltung war einfach hervorragend. Top organisiert. Alles hat gepasst. Schade, dass wir nicht zehnter geworden sind. Aber wir hatten großen Spaß und sind nächstes Jahr wieder mit dabei!"

Alles in allem war das Rennen auf der Bahn einfach nur klasse. Zum Zieleinlauf waren knapp 1.000 Zuschauer in der Halle und lieferten eine fantastische Kulisse. Alles in allem schätzt man rund 4.000 bis 5.000 Zuschauer, die an den zwei Tagen das Rennen besucht haben. Veranstalter Hannes Hirsch zog dann auch eine positive Resonanz: „Momentan bin ich sprachlos über diesen großen Erfolg. Bis auf einen kleinen Stromausfall zu Beginn des Rennens gab es keine Zwischenfälle.“

Und Rennleiter Werner Aichinger, der auch bei der Formel 1 in Hockenheim Rennleiter ist, ergänzte: „Das war fantastisch. Ich war ja schon bei vielen Veranstaltungen aber diese Atmosphäre ist einzigartig. Die Halle ist wie geschaffen für ein 24 Stunden Rennen.“

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