
Jubel des Mazda Racing Teams G&F
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Mazda Racing Team G&F gewinnt!
Nach 1649 Runden fährt das Mazda Racing Team G&F als Sieger über den Zielstrich der 2. Auflage der 24. Stunden von Leipzig. Überglücklich jubelte die Mannschaft dem letzten Piloten, Pascal Karsten, zu. Platz zwei für Italianspeed Racing vor B&B Car
Refinish.
Es war ein verdienter Sieg für die Mannschaft von Teamchef Jürgen Kauter mit den Piloten Denny Görsdorf, Sebastian Grunert, Thomas Schaller, Ronny Wechselberger und Yannick Klocke. Zum Schluß lag man zehn runden vor der italienischen Mannschaft Italianspeed, deren Teamchef Denis Doimo eine tolle Truppe zusammen hatte.
Schon beim 1. Freien Training konnte Thomas Schaller mit 51,921 Sekunden die Bestzeit setzen. Beim 2. Freien Training probierte man etwas aus und kam trotzdem noch auf die fünftbeste Zeit. Im Qualifying wurde man mit dem schnellsten Fahrer im Team, Denny Görsdorf, Dritter. Görsdorf war sich schon vor dem Start sicher: „Wir sind gut vorbereitet und ich denke, wir haben eine gute Taktik um ein Wörtchen mitreden zu können. Unser Ziel ist Platz 1 aber es gibt starke Konkurrenten.“ Damit lag er goldrichtig und zeigte nach starken Worten auch starke Taten. Nicht zuletzt hatte er das Team zusammen gestellt. Dass er schlussendlich auch mit 49,894 Sekunden als einziger Fahrer unter 50 Sekunden blieb kam zu allem noch hinzu. Kompliment!
Schnellster im Qualifying war das erst sonntags zuvor zusammen gestellte Team von Warsteiner. Über eine Qualifikation wurden schnelle Fahrer gesucht und scheinbar auch gefunden. Danny Giusa holte für das von Michael Kerl/Thomas Rössler betreute Team die Pole Position mit einer Zeit von 51,237 Sekunden. Zweitschnellste war das B&B Car Refinish Team von Jörg Heling, der mit Mathias Bleyl einen Stellvertreter hatte, der auch als Fahrer unterwegs war. Und auch wenn es zunächst nach einer Überraschung aussah, so bestätigten die Piloten nach und nach diese Platzierung.
Die viertschnellste Zeit erreichte Schubert Motors, wo Daniel Keilwitz am Steuer sass. Vorjahressieger reifen.com kam durch Steve Müller auf Platz fünf und das österreichische DMS Racing Team kam auf Rang sechs. Hier war ex Formel 1-Pilot Patrick Friesacher für diesen Platz zuständig. Rang sieben für Pro Karting (durch Andreas Eppinger) vor Italianspeed Racing (durch Jan Hünniger). Teamchef Denis Doimo hatte zwar große Ziele, sah diese aber noch nicht verfehlt: „Wir haben das Ziel des Podestplatzes. Ein 24-Stunden-Rennen ist lang und wenn wir zu Beginn nicht viel verlieren, dann ist alles möglich!“
Platz neun erreichte das Halberstädter Kart Center Racing Team (Marc Krüger). Zehnter wurde die Mannschaft von Teamchef Ingo Leipert, der mit Simon Solgat auf eine Zeit von 52,221 Sekunden kam. „Eine Prognose zum Rennen abzugeben ist verdammt schwer. Was man schon merkt, ist, dass es ein sehr starkes Fahrerfeld gibt. Wir sind zum ersten Mal hier und müssen unsere Rolle erst noch finden. Aber ich denke wir haben schnelle Fahrer und eine gute Strategie!“
Auf den Plätzen elf bis 13 lagen Mättig Racing (Klaus Ehrlich), H&R HBDL (Alex Starke) und Seyffarth Motorsport. Hier war Porsche-Pilot Jan Seyffarth schnellster im Team seines Vaters Rüdiger Seyffarth, der in diesem Jahr zwei Porsche im Porsche Carrera Cup einsetzen wird. Dazu muss man allerdings auch sagen, dass Seyffarth Motorsport Probleme mit der Technik hatte und später ein Ersatzkart bekam. Auf den weiteren Plätzen lagen Black Sheep Racing (Michael von Ah), Kart World Racing (Kevin Fank), Yellow Shark (Carsten Rettstadt), Nutriaspeed Racing (Davide Bredariol) und Film Control by Medienzentrum (Sebastian Mäder).
Rennleiter Werner Aichinger gab das Rennen um 14.30 Uhr frei. Mit einem Le Mans-Start (Fahrer stehen gegenüber des Karts) ging es los. Noch am Start ging Warsteiner in Führung, musste diese aber dann zunächst an B&B Car Refinish abgeben, die nach 30 Minuten in Führung lagen. Nach 60 Rennminuten war das Warsteiner Team aber wieder auf Platz 1. Eindrucksvoll aber schon dort der Speed von Italianspeed Racing. Nach 2 Rennstunden und 138 Runden lag man vor allen anderen 17 Mannschaften. Und auch das Mazda Racing Team G&F kam stark auf. Diese beiden Mannschaften lagen dann nach 3,5 Stunden an der Spitze. Frage war: Hatte man noch weitere starke und konstante Piloten zusammen, um die guten Plätze behalten zu können? Nach fünf Stunden war dann langsam klar, dass es so war. Und als das Mazda Racing Team G&F nach sechs Stunden den Platz an der Sonne übernahm, ahnte allerdings noch niemand, dass sie diesen Rang nicht mehr abgeben würden. Nach den Pflichtboxenstopps (hier kontrollierten die Techniker das Kart) in der Nacht, baute das Mazda Racing Team G&F den Vorsprung nach und nach aus. Sieben Stunden vor Ende lag man zehn Runden vor B&B Car Refinish und Italianspeed Racing. Langsam aber sicher war klar, dass nur diese drei Mannschaften für den Sieg in Frage kommen würde, wenn nicht noch die Technik einen üblen Streich spielen würde. Aber die Technik der Sodi-Karts hielt unwahrscheinlich gut, auch wenn nicht alle Teams dies immer wahrhaben wollten. Fakt ist aber, dass nur zwei Karts innerhalb der 24 Stunden auf der Strecke stehen blieben und reingeschleppt werden musste. Und hier waren es Defekt die schnell behoben werden mussten. Thomas Schälicke von Kart World Racing meinte dann auch: „Die Karts laufen einwandfrei. Wir hatten zwar am Anfang kleinere Probleme, aber das war nicht unbedingt ausschlaggebend für unsere Platzierung. Diese kleineren Probleme hatten viele Teams und ist im Motorsport immer möglich.“ Und obwohl die Berliner Mannschaft sicherlich um den Sieg mitfahren wollte, war man zum Schluß nicht unglücklich. „Es war bestimmt schwer sich immer wieder zu motivieren, aber ich muss den Fahrer ein dickes Lob aussprechen. Nach zwei Stunden lagen wir noch mit acht Runden Rückstand auf dem letzten Platz. Zum Schluß waren wir auf Rang neun. Im nächsten Jahr werden wir hoffentlich ein wenig mehr Glück haben und streben dann eine bessere Platzierung an!“
Das einzige Kart, welches komplett ausgetauscht werden musste, war das Kart von Seyffarth Motorsport. Hier gab es gleich zu Beginn einen Defekt am Motor, der nicht reparabel war. Aus diesem Grund durfte das Team mit dem Ersatzkart das Rennen durchführen. Vielleicht ein Grund, warum man nicht auf das Podest kam und „nur“ Platz fünf erreichte. Doch Rüdiger Seyffarth war trotzdem gut gelaunt: „Ein ganz dickes Lob an Hannes Hirsch und Sax Racing. Das 24 Stunden-Rennen ist noch professioneller geworden. Andere Events können von hier noch was lernen.“ Seyffarth war auch einer von denjenigen, die am Veranstaltungswochenende Geburtstag hatten. Um Punkt Mitternacht feierte man am Sonntag mit Sekt und vielen Leuten vor der Box.
“Schuld“ an Platz fünf von Seyffarth Motorsport war das Warsteiner Team, die sich mit einem starken Finish noch ganz zum Schluß auf Platz vier vorpreschen konnten. Erst zehn Minuten vor Schluß kam Formel 3-Pilot Benjamin Leuchter vorbei.
Da war der Sieg von Mazda Racing Team G&F schon überaus deutlich und klar. Nach 1649 Runden fuhr man mit den zehn Runden Vorsprung über die Linie und gewann vor Italianspeed Racing. Jürgen Kauter dann sehr zufrieden: „Wir wollten den zweiten Rang von 2006 verbessern. Und das war nur um einen Platz möglich. Letztes Jahr wurde die Vorgängermannschaft noch Zweiter. In diesem Jahr war es dann ein schöner Sieg. Kompliment aber an die Gegner und vor allem Italianspeed Racing. Sie zeigten eine sehr starke Leistung. Ich bin sehr stolz auf die Fahrer, die sehr sehr konstant alle auf dem gleichen Level fuhren. Es gehörte allerdings auch Glück zum Sieg. Wir kamen ohne einen einzigen Defekt oder Probleme über die lange Distanz.“
Dritter wurde das Team von B&R Car Refinish, die diese Platzierung auch verdient gehabt hatte. Mathias Bleyl meinte dann aber auch: „Der Podestplatz kam überraschend für uns. Das Kart lief einwandfrei und wir hatten keinerlei Probleme.“
Bei der Siegerehrung dankten Rennleiter Werner Aichinger und Hannes Hirsch von Sax Racing nochmals allen Teams und Fahrern: „Ich denke wir haben einen super Veranstaltung erlebt und hervorragenden Sport gesehen. Auch 2008 wird es wieder ein 24 Stunden-Rennen in Leipzig geben. |