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Das Team Media
Bomb Revival gewinnt mit einem Start-Ziel-Sieg die vierte
Ausgabe der 24 Stunden von Leipzig auf der Indoorkartbahn in
Dölzig. Nach 1.955 Runden gewann man das Rennen verdient vor
Schubert Motorsport und Vorjahressieger H&R Team HBDL.
Es war zum Schluß dann doch eine klare Sache für das Team von
Roland Schmid und Helmut Huber. Nach Platz 3 und 4 in den freien
Trainingssitzungen markierte Felix Möltgen mit 43.299 Sekunden
die Bestzeit im Qualifying für Media Bomb Revival und sicherte
seinem Team aus Halle die Pole Position. „Es ist schon ein
Traum: Wir waren das erste Mal dabei und haben auf Anhieb
gewonnen“, so Helmut Huber. „Damit haben wir nicht gerechnet.
Eine Top Fünf-Platzierung habe wir im Vorhinein für realistisch
gehalten, da wir wussten dass wir gut aufgestellt sind. Die
Pole-Position und den Start-Ziel-Sieg habe ich einem Fahrerkader
zu verdanken, der fehlerfrei und gleichmäßig schnell gefahren
ist und einer Mannschaft, die auch sonst problemlos gearbeitet
hat. Jetzt freuen wir uns schon auf 2010. Ganz klar wollen wir
den Titel auf dieser wirklich wundervollen Anlage verteidigen.“
15 Teams gingen um Punkt 14.00 Uhr, am 08. Februar 2009, vor
vollem Haus auf der 630 Meter langen Bahn an den Start. Nach
Freigabe des Rennens durch Werner Aichinger war es in den ersten
Minuten schon ein Sprint um die Plätze. Doch Media Bomb Revival
setzte sich durch und ab der 1. Stunde führten Georg
Schmaranzer, Magnus Lempke, Manuel Metzger, Johannes Neuhauser,
Felix Möltgen und Wolfgang Hager die Zeitentabelle an.
Nur ganz knapp verpasste Schubert Motorsport die Pole Position.
„Unserem Pilot Denny Görsdorf fehlte nur 0.004 Sekunden auf die
Pole Position“, so Teamchef Stefan Wendl, der mit seiner
Mannschaft schon zum dritten Mal in Leipzig an den Start ging.
Startplatz drei an IMO Leipzig (Marcel Schlenker), vor Team
SMXKT.
Die ersten Stunden verliefen turbulent aber nicht chaotisch. Und
natürlich gab es auch die ersten Strafen. Zunächst erwischte es
das Becks Racing Team, da man die zulässige Fahrtzeit von 60
Minuten überschritten hatte. Folge war ein Drive Through. Diese
Strafe hatte auch Schubert Motorsport zu erleiden. Hier hielt
der Pilot nicht vorschriftsmäßig an der Waage. Für Schubert
Motorsport eine harte Entscheidung, da man somit Zeit auf Media
Bomb Revival verlor. Dies holte man dann nicht mehr auf und
kostete die Führung in der Anfangsstunde. Bis zur vierten Stunde
lagen Media Bomb Revival und Schubert Motorsport auf den ersten
beiden Plätzen. Dahinter überraschend FZ-R Racing mit Teamchef
Carsten Rettstadt, der jedoch realistisch blieb: „Dieser Platz
wird sicherlich nicht zu halten sein. Unser Ziel ist Platz fünf.
Wenn wir das schaffen, dann bin ich glücklich.“
Es blieb nicht nur an der Spitze spannend. Auch im übrigen Feld
ging es hart aber immer fair zur Sache. Dabei hatte der Teamchef
von MSC Hermannsdenkmal, Walter Huxoll, schon in der
Anfangsphase eigentlich das Schlusswort im Mund: „Ich habe
selten ein Rennen gesehen, wo es so fair zuging.“
Nach sechs Stunden lag Schubert Motorsport nur 28 Sekunden
hinter Media Bomb Revival. Auf den folgenden Plätzen kämpften
FZ-R Racing, MSC Scuderia Kempten 1 und H&R Team HBDL um Platz
drei. Bis zum zehnten Platz waren es nur sieben Runden Abstand
untereinander. Teamchef Christoph Grübel (MSC Scuderia Kempten
1) blies nochmals zum Angriff: „Platz drei wäre schön aber das
wird schwer.“ Für Volker Strycek (AvD Sportpräsident), der bei
MSC Scuderia Kempten 1 und 2 startete und zum ersten Mal in
Leipzig fuhr, war es ein besonderes Erlebnis: „Eine tolle
Veranstaltung mit einer perfekten Organisation. Das macht
richtig Spaß hier!“
Bei Halbzeit nach 12 Stunden waren die Plätze eins bis drei
bezogen. Media Bomb Revival, Schubert Motorsport und H&R Team
HBDL hieß die Reihenfolge. Dahinter gab es einige Zweikämpfe. So
stritten sich FZ-R Racing und IMO Leipzig um Platz vier. Team
rhino’s, Lück Dellentechnik by ATB, ad Augros Halle und Becks
Racing Team lagen nur zwei Runden auseinander und wollten Rang
sieben. Roscher Racing by Modicco.de und MSC Scuderia Kempten 2
wollten Platz 11 und nicht den Anschluß verlieren an die Top 10.
Und hinten kämpften Team SMXKT, das italienische Team Magic One
und MSC Hermannsdenkmal um Platz 13.
In der Nacht blieb es dann überaus ruhig was die Probleme
anging. Es war klar zu sehen, das die Teams alle eine
vorzügliche Taktik gewählt hatten. Die Fahrer waren fit und
drehten eine schnelle Runde nach der nächsten. Michael
Weidemann, der sowohl bei Lück Dellentechnik by ATB als auch bei
H&R Team HBDL an den Start ging, holte sich immer wieder die
schnellste Rennrunde und war auch zum Schluß mit 42.577 Sekunden
bester Pilot. Mit 42.606 folgte Marcel Schlenker von IMO
Leipzig, der auch acht Stunden insgesamt im Kart saß. In der
Nacht war es fast fünf Stunden Denny Görsdorf, der mit 42.776
Sekunden vorübergehend die Bestzeit fuhr.
An der Spitze veränderte sich die Reihenfolge bis zum Ende nicht
mehr. Lediglich durch die sechsminütigen Pflichtboxenstopps, wo
die Karts technisch kontrolliert wurden, änderte sich in den
frühen Morgenstunden die Reihenfolge, die aber dann nach und
nach wieder hergestellt wurde.
Platz 1 war am Morgen sichere Beute für Media Bomb Revival, vor
Schubert Motorsport und H&R Team HBDL. Jedem im Kartcenter war
klar: Nur noch ein besonderer Defekt konnte die beiden führenden
Teams stoppen. Fahrerisch waren beide am Limit unterwegs und
konstant gut besetzt. Aber dahinter war noch etwas möglich.
Platz drei war nicht mehr ganz sicher. Auch nicht Platz fünf
oder Platz sieben. Hier zeigten sich die Verfolger überhaupt
nicht einverstanden und bis zum Schluß blieb es knapp. Das Team
rhino’s z.B. verpasste nur um 2,6 Sekunden Platz sieben. Und das
bei einem Rennen über 24 Stunden.
Sieger Media Bomb Revival war zum Schluß zufrieden. Aber auch
Stefan Wendl, Teamchef von Schubert Motorsport, konnte strahlen:
„Alles ist super gelaufen. Platz zwei ist ein hervorragendes
Ergebnis. Trotz unserer Durchfahrtsstrafe zu Rennbeginn, konnten
wir stets den Kontakt zur Spitze halten und Topzeiten fahren.
Als in der Nacht die Tore
geöffnet wurden, konnten wir nicht mehr auf die Spitze aufholen.
Dadurch, das die Temperatur in der Halle durch die frische kalte
Luft drastisch abfiel, passte wohl unser gewähltes Setup nicht
mehr perfekt. In den Morgenstunden waren wir wieder
konkurrenzfähig. Wobei ich hier nur den Vergleich mit den Media
Bomb Team nehme. Gegenüber allen anderen haben wir den Vorsprung
konstant ausgebaut. Wir sind fortan auf Sicherheit
gefahren, um Platz zwei zu halten. Außerdem hatten wir den
Ausfall von Sebastian Mäder zu verkraften, nachdem er wegen
einer Rippenprellung ausfiel. Der neue Rhythmus war schwierig
aufzufangen, aber letztlich hat es ja ausgereicht.“
Auch nicht unzufrieden war Heinz Bröker Teamchef von H&R HBDL
mit Platz drei: „Mir fehlen die Worte. Was für eine
Veranstaltung. Ich bin zufrieden. Zwar hat es nicht zur
Titelverteidigung gereicht, aber wir haben uns nach dem mäßigen
achten Startplatz verdient nach vorne gekämpft. Platz drei ist
die Belohnung für meine Fahrer, die alles gegeben haben. Ich
danke auch meinen Sponsoren, die unseren Start ermöglicht haben.
Für mich sind die 24h von Leipzig die beste
Indoorkart-Veranstaltung Deutschlands mit dem besten
Rennleiter!“
Viele Teams haben schon ihre Zusage für die nächsten 24 Stunden
von Leipzig gegeben. 2010 wird zum fünften Mal das Rennen
durchgeführt. Dann vom 15. bis 17. Januar 2010.
Stimmen:
Jörg Seeliger (Teamchef IMO Leipzig):
„Mit Platz vier haben wir unser gestecktes Ziel um 37,5 Sekunden
verpasst. Bis zum Schluss haben wir alles versucht noch den
dritten Rang zu holen. Aber es sollte nicht sein. Am Anfang lief
es eher bescheiden. Da wären wir auch mit Platz fünf zufrieden
gewesen, doch danach ging es richtig aufwärts für uns und wir
hätten den Sprung aufs Podium gern geschafft. Daher schau ich
mit einem weinenden und einem lachenden Auge aufs Ergebnis. Es
war wie immer eine Top-Veranstaltung, an der es nichts
auszusetzen gibt.
Carsten Rettstadt (Teamchef FZ-R Racing):
„Unser
erklärtes Ziel war der fünfte Platz. Den haben wir erreicht.
Zeitweise sah es sogar besser aus. Die Konkurrenz war stark und
wird jedes Jahr stärker. Von daher sind wir sehr zufrieden. 2010
werden wir grundsätzlich wieder am Start stehen.“
Martin
Knapp (Teamchef ad – Augros Halle):
„Wir können
mehr als zufrieden sein. Noch kurz vor Rennende haben wir Platz
sieben erobert. Wir waren zum ersten Mal dabei und ich denke,
dass wir uns mit unserer Leistung ncht verstecken müssen. Vor
uns waren lediglich Teams platziert, die deutlich mehr Erfahrung
haben. Es war eine super Veranstaltung und ich bedanke mich bei
der großartigen Leistung meiner Piloten.“
Christoph Grübel (Teamchef MSC Scuderia Kempten 1):
„Zum dritten Mal dabei und zum dritten Mal
Sechster geworden. Das war eigentlich nicht unsere Zielsetzung.
Wir haben schon auf eine Platzierung unter den Top Fünf
spekuliert. Am Anfang und am Ende lief es super, aber in der
Nacht haben wir Probleme mit dem Luftdruck gehabt und gut fünf
Runden verloren. Trotzdem war es wieder einmal eine tolle
Veranstaltung, die sehr fair unter den Teams und Fahrern
abgelaufen ist. Aber auch Rennleitung, Organisation und Helfer
haben echt gute Arbeit geleistet. 2010 sind wir sicher wieder
dabei und dann wollen wir mehr als Platz sechs erreichen."
Niclas
Königbauer (Teamchef Team rhino's):
„Wir haben uns eben kurz geärgert, das wir so
knapp den siebten Rang verpasst hatten. Das muss man sich mal
vorstellen, zum Schluß waren es nur 2,612 Sekunden. Wir hatten
beim letzten Wechsel wirklich großes Pech, als wir zum Wiegen
kamen und genau vor uns ein anderes Kart einbog. Dabei verloren
wir die Zeit. Aber wir sind nicht traurig. Im Gegenteil, das war
super und den Fahrern hat es großen Spaß gemacht. Wir werden
jetzt 12 Monate Zeit zur Planung haben und eine Mannschaft
aufbauen. Dann testen wir auch vorher und wir werden
angreifen...".
Peter Leipold (Becks Racing Team):
"Die Enttäuschung ist schon da. Wir hätten mehr als Platz neun
erzielen können. Vom Speed her war es gut aber uns hinderten
kleinere Abstimmungsprobleme untereinander. Das hätten wir
besser hinbekommen können."
Thomas Lück (Lück Dellentechnik by ATB):
"Mit Platz zehn haben wir genau unser Ziel erreicht,
was wir uns vorgenommen hatten. Die Fahrer haben alles gegeben
und wieder hatten wir großen Spaß."
Rafael Roscher (Roscher Racing by Modicco.de):
"Wir hätten gerne noch Platz 10 oder einen einstelligen
Tabellenplatz erreicht. Aber das haben wir leider nicht
geschafft. Nicht weil wir schlecht waren: Die anderen waren
einfach besser. Ich werde 2010 wieder hier sein und dann besser
vorbereitet mit Tests vorher. Aber ich bin nicht unzufrieden.
Die Veranstaltung ist klasse, da muss man den Hut vor ziehen.
Danke auch an die gute Pressebetreuung durch Motorsport XL, mit
deren Hilfe wir noch einen ausgefallenen Fahrer ersetzen
konnten."
Peter Hanke (MSC Scuderia Kempten 2):
"Wir haben unser Ziel nicht ganz erreicht. Eigentlich wollten
wir einen einstelligen Platz einfahren. Aber als Newcomer darf
man nicht unzufrieden sein. Die Qualität ist schon immens hoch
bei diesem Rennen. Ich bin noch immer sprachlos über die
Veranstaltung. Das war ein absolutes Highlight für unseren Club
bei Starts der Langstreckenrennen."
Kay Behrens (Team SMXKT):
"Der überwiegende Teil unserer Fahrer sind absolute Amateure.
Wir hatten ein großes Ziel: Nicht Letzter zu werden. Und das
haben wir geschafft. Wir hatten viel Fun hier und das war für
uns am wichtigsten. Mit Platz 13 sind wir mehr als glücklich."
Giancarlo Garniello (Magic One):
"Danke an die gesamte Organisation. Es lag bei uns nicht am Kart
oder am Pech. Wir waren schlicht und einfach nicht schnell
genug. Aber wir sind jetzt auf den Geschmack gekommen. Im
nächsten Jahr sind wir wieder dabei und zeigen, das wir weiter
nach vorne kommen können."
Walter Huxoll (MSC Hermannsdenkmal Racing):
"Man muss das klar sagen, wir haben mit unseren jungen Fahrern
keine Chance gegen die Motorsportprofis. Aber wir haben nicht
aufgegeben und alle zehn Piloten regelmäßig zum Einsatz kommen
lassen. Für uns ist als Club der Zusammenhalt wichtig und das es
jedem Spaß gemacht hat. Und das war hier gegeben.“
|
Ergebnisse nach der
24. Stunde |
|
Pos
|
Nr
|
Team
|
Zeit
|
Bestzeit
|
Stopps
|
|
1 |
10 |
Media Bomb Revival
|
1955 laps |
42.646 |
26 |
|
2 |
7 |
Schubert Motorsport
|
1951 laps |
42.776 |
27 |
|
3 |
1 |
H&R Team HBDL
|
1944 laps |
42.879 |
26 |
|
4 |
12 |
IMO Leipzig
|
1943 laps |
42.606 |
26 |
|
5 |
15 |
FZ-R Racing
|
1936 laps |
42.961 |
25 |
|
6 |
5 |
MSC 1 Scuderia Kempten
|
1935 laps |
42.908 |
25 |
|
7 |
9 |
ad - AUGROS Halle
|
1928 laps |
42.933 |
26 |
|
8 |
13 |
Team rhino's
|
2.612 |
42.799 |
26 |
|
9 |
11 |
Becks Racing Team
|
1924 laps |
42.988 |
28 |
|
10 |
3 |
Lück Dellentechnik by ATB
|
1923 laps |
42.577 |
27 |
|
11 |
14 |
Roscher Racing by
Modicco.de |
1917 laps |
42.707 |
27 |
|
12 |
4 |
MSC 2 Scuderia Kempten
|
1903 laps |
43.059 |
27 |
|
13 |
6 |
Team SMXKT |
1878 laps |
42.784 |
26 |
|
14 |
16 |
Magic One |
1877 laps |
43.223 |
28 |
|
15 |
8 |
MSC Hermannsdenkmal Racing
|
1866 laps |
43.548 |
29 |
|
 |
 |
| Wolfgang
Hager, mit 61 Jahren der älteste Teilnehmer, fuhr zum
Schluß für Media Bomb Revival über den Zielstrich |

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| Start
zum Rennen der 24h Leipzig |

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Siegerehrung mit Feuerwerk |

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| Michael
Weidemann (Lück Dellentechnik by ATB / H&R Team HBDL)
mit der schnellsten Rennrunde |

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| Platz
sieben für das Team von Schubert Motorsport |

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